Photokina 2012 – Tag 4

Photokina_Tag_4
Sinn und Zweck eines ausgedehnten Messebesuches?

Inzwischen kennt man das Messegelände aus seiner Westentasche, weiß wo es richtig guten Kaffee gibt, kennt die Schleichwege zwischen den Ständen und wie man am besten von A nach B kommt.  Dann ist es auch Zeit zu gehen…na ja, ist ja auch der letzte Tag. Der letzte Vormittag verging im Flug. Zunächst einen spannenden Vortrag von Robert Kneschke über den Unterschied zwischen guten und gut verkäuflichen Fotos. Aber ja da gibt es einen Unterschied.
Danach zu Zeiss, Objektive testen, nebenan die Hasselblads streicheln und Punkt 12:00 Uhr ein Meeting mit Robert aus Linz. Es ist immer sehr spannend, Menschen zu treffen, mit denen man bisher nur virtuell kommuniziert hat.
Danke Robert, für das nette Gespräch.
Auf dem Weg zu Halle 4 zur Social Network Akademi, um unsere „components“ Werbekarten auszulegen,  verliere ich mich in der Ausstellung „we survive“ Japan 2011, das Erdbeben, der Tsunami.  Beim Betrachten der ca. 50 Bilder konnte ich nur überwältigt innehalten. Die Messe, mit der Jagd nach Eindrücken und Händlersuche wurde schlagartig nebensächlich. Die Bilder zeigten eindrücklich und bewegend die Zerstörung durch die Natur. Tod, Not und Elend, aber auch Menschen, die damit umgehen, die stark und hoffnungsvoll nach der Katastrophe gemeinsam weitermachen. We survive! Tief beeindruckend!
Hier zeigt sich, welche bedeutende Rolle die Fotografie spielt.Bilder zum Verweilen, Bilder die nachdenklich machen, Bilder die in ihrer Aussage so viele Symbole in sich tragen haben, Erinnerungen und Mahnungen. Ohne Fotografie wūrde eine wichtige Sprache fehlen.
Wie der Zufall wollte, traf ich Oliver Elsner von der Social Media Akademie schon unterwegs.Natürlich legte er die Karten am Stand aus. Danke schön.
Das Highlight des Tages war Leica, die Einrichtung der Halle, die Atmosphäre, natürlich die KAMERAS …. alles vom Feinsten. Leica schaffte es, eine wunderbare Ausstellung von verschiedenen bedeutenden Fotografen in einer Halle unterzubringen, Bildkünstler wie Andreas Gursky, Elliott Erwin, Hubertus von Hohenlohe und viele andere.
Tief beeindruckt, inspiriert und zugegeben etwas Fußlahm ging es dann mit vielen Taschen zum Bahnhof zurück.
Jetzt sitze ich im ICE Richtung München und die Landschaft fliegt vorbei. Ich hatte schon ganz vergessen, dass es außerhalb der Messehallenmauern auch noch anderes Leben gibt. Ich lege die Füße hoch und sortiere meine Eindrücke der Photokina.
„Was willst du auf der photokina?“, fragte mich neulich ein Fotografenkollege in München. Was für eine Frage, dachte ich noch, aber eigentlich hatte er recht. Diese Frage sollte man sich unbedingt vorher stellen. Was will ich wissen und sehen, was spricht mich an und mit welchem Ziel gehe ich dahin?
Ich habe mein Plansoll voll erreicht. Es gab hervorragende Gelegenheiten zum Networken, viele gute und sehr nette Leute habe ich dabei kennen gelernt. Begegnungen, die über die Photokina hinaus gehen werden.
Ich habe viel gelernt zum Thema Social Network und Social Media und dankbar und erfreut großes Interesse für unser Projekt „Components“ wahrgenommen.
Und endlich!!! hat mir jemand von Gossen die erweiterte Funktion meines Belichtungsmessers erklärt.

Photokina in zwei Jahren….ich bin dabei.

Simone Naumann und Dagmar Martin

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4 Kommentare

  1. Photokina in zwei Jahren …. ich bin dabei …
    So werden die Worte von vielen lauten.
    Habe mich sehr über unser Kennenlernen gefreut und freue mich auf einen längeren, voller Ideen und mit dem Lächeln der Mädels Kon. takt

    1. Simone Naumann Fotografie · · Antwort

      Ich auch Daniela. Viele Grüße

  2. Hallo Simone,
    wir freuen uns, dass die IKIRU-Post-Tsunami Ausstellung offensichtlich viele Menschen so tief bewegt hat und sehen es ganz genauso: Im Leben wird vieles nebensächlich, wenn man solche eindrucksvolle Dokumentationen sieht. Allein schon die Vorstellung, wie schnell sich das Leben innerhalb weniger Minuten komplett ändern kann…
    Mit freundlichen Grüßen,
    Leonhard Steinberg
    Tamron Europe GmbH

    1. Simone Naumann Fotografie · · Antwort

      Hallo Leonhard,
      wirklich eine beeindruckende Ausstellung! Ich erzähle sehr vielen davon. Mich haben die Menschen in Japan sehr beeindruckt und davon erzählt ganz wunderbar diese Ausstellung. Fotografie ist ein starkes und sehr wichtiges Medium. Ich wünsche der Ausstellung noch viele Gelegenheiten und freue mich sie in Bayern noch mal sehen zu dürfen.
      Danke fürs Lesen und herzliche Grüße Simone

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